h. quynh nguyen: Suddenly I felt alive, it was strange.

December 31, 2017

Suddenly I felt alive, it was strange.



Und nun sieht doch alles sehr anders aus, und irgendwie auch nicht. Und hätten sich im letzten Post nicht doch noch ein paar übrig gebliebene Menschen gefunden, hätte ich das hier auch nicht geschrieben. Aber es sind doch welche da und da dachte ich, die verdienen wenigstens zu hören, was das jetzt wird und, vor allem, was sie nicht erwarten dürfen. So zum Neujahr denke ich immer zu viel nach und über das hier habe ich mir lange den Kopf zerbrochen. Warum ich nicht aufhören kann, immer wieder zurückzukommen. Warum es mit dem privaten Blog nicht funktioniert hat. Was mich erst zum Gehen bewegt hatte. Und schließlich glaube ich zu meinen, die Antwort gefunden zu haben.

Warum ich immer wieder komme: Seit 2010 auf dieser sterbenden Plattform zu irren macht etwas mit einem. Ich bin hier erwachsen geworden, ich habe hier wunderbare Menschen kennen gelernt, von denen ich viele auch wieder verloren habe. Ich habe hier meine Gedanken ausschütten können und es hat sich lange angefühlt als wäre das okay so. Das vergisst man nicht. Und man vermisst es.

Warum es nicht funktioniert hat, für mich allein zu schreiben: Das ist mir erst klar geworden kurz bevor ich den Entschluss gefasst hatte, offiziell wieder zu kommen. Der selbe Grund, warum ich vor vier Jahren weiter geschrieben habe, obwohl meine Worte gegen mich verwendet wurden. Es hat etwas befreiendes, einen Text zu posten. Es privat zu machen hieß, sie wieder in sich rein zu fressen. Und das war das komplette Gegenteil von dem, was ich immer gewollt hatte. Aber wenn man sein Herz in seine Texte legt, tut es unfassbar weh, wenn sich andere über diese lustig machen. Es hat ziemlich geschmerzt, aber dieses kleine Gefühl von Freiheit hat süchtig gemacht. Ich bin nie darüber hinweggekommen.

Was mich zum Gehen bewegt hatte: Ich habe mich immer weiter vom Schreiben zurückgezogen. Habe andere Formen gefunden, die nicht so sehr weh taten. Habe meine Texte in englische Form gebracht, weil ich dadurch eine Distanz aufbauen konnte, die man nicht so einfach angreifen würde. Das hier war ein Foto-Blog. Genauso wie auf Instagram. Oder Facebook. Oder Tumblr. Das hier war nichts besonderes mehr, nur eines von vielen.

Und was sich nun ändern wird? Ich habe hier aufgeräumt. Ein bisschen über gemalt. Ein paar Bilder abgehängt. Das hier soll ganz unabhängig von anderen Kanälen sein. Hier bin ich nicht mehr die offizielle Quynh, die über die Einzelheiten ihrer Fotos spricht. Hier bin ich wieder die Quynh, die ihre Gedanken ausschüttet, Momente festhält und immer noch herausfinden will, was dieses Leben eigentlich ist. Und die Quynh, die Kontra entgegenstehen will, weil sie glaubt, ein stärkerer Mensch geworden zu sein. Es werden immer noch Fotos da sein, aber nicht mehr die durchdachten. Deswegen bin ich nicht zurückgekommen (auch wenn ich weiß, dass viele deswegen da waren). Es werden wieder Schnappschüsse belebt und ganz schlechte, chaotische Momentaufnahmen. Aber das ist okay. Weil man die anderen Fotos, zusammen mit den üblichen Beschreibungen, immer noch auf Instagram sehen wird. Meine englischen Texte und Filme immer noch auf Youtube verarbeitet werden. Das hier wird wieder für mich sein. Und das ist gut so. Also nochmal. Hallo an alle, die noch mitlesen. Ich wünsche uns ein verdammt schönes neues Jahr.

8 comments:

  1. Wenn du wieder die Quynh bist, die Gedanken ausschüttet und Momente festhält, bin ich wieder die Tabea, die das lesen will und versucht, ab uns zu ein Kommentar da zu lassen :)
    Schnappschüsse schaue ich außerdem manchmal sogar lieber an, weil sie mir nicht so ein schlechtes Gewissen machen, wenn ich dann meine eigenen Bilder daneben sehe.

    Ich wünsche dir also ein wundervolles neues Jahr!

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    1. Liebe Tabea, ich freue mich darauf, wieder deine Gedanken zu lesen. Schön, dass du noch da bist. Und das mit den Bildern ist doch Quatsch - hier muss sich niemand mit irgendwem vergleichen! :)

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  2. ach, was für ein wundervoller Post mal wieder. Ich wünsche dir auch ein verdammt schönes neues Jahr. :)

    Viele liebe Grüße, Julia ☾ | www.serendipityblog.de

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  3. Ich freu mich auf deine Gedanken und Momente!

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  4. Du bist so eine verdammte Inspiration. Ich liebe, wie du Worte aneinanderreihst und Melodie daraus machst, ich könnte ewig weiterlesen. Und ganz ehrlich? Ich liebe das neue Konzept, weil ich selber merke, wie viel von der Echtheit verloren geht, wenn man alles auf ein bestimmtes theme ausrichtet und sich viel zu sehr auf Perfektion konzentriert. Schade eigentlich, weil so viel an Ideen gar nicht die oberfläche durchdringen, weil alles ja seine Ordnung haben soll und das nicht ins Schema "passt". Ich hab so viele verschiedene Dinge, die ich machen will und dann denk ich mir, dafür bräuchte ich 3 oder 4 verschiedene Instagramaccounts, aber sollten Leute nicht sehen dürfen aus wie vielen Facetten man besteht und was in einem vorgeht? Perfektion existiert doch sowieso nicht, also warum danach streben

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    1. Dem kann ich nichts hinzufügen, ich danke dir! <3

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